Kollektivität
Die Motivation Sahaja Yoga  zu verbreiten und bekannt zu machen leitet sich ab aus der Einsicht, dass Yoga kein individuelles Geschehen mehr sein kann, wenn es denn eine spirituelle Dimension hat. Zweifellos ist dies eine Prämisse, die der heutigen Praxis widerspricht. Yoga gesehen als Wellness-Training kann gesund sein und Stress begegnen, wird Hilfsmittel zur Prävention von Zivilisations-Schäden. Yoga im Original will jedoch mehr Verständnis, Verhaltensänderung und grundsätzlichen Wandel des Bewusstseins. Alles in allem ein sehr hoher Anspruch.

Tief Bohren
Shri Mataji sagte einmal, will man einen Brunnen bohren, muss man an einer Stelle bleiben und tief bohren, nicht seicht und an immer neuen Stellen. Tatsache ist, es fällt uns schwer tief zu bohren, weil wir immer wieder abgelenkt werden, Neues auszuprobieren. Letztlich ist Yoga entkernt worden. Was verloren ging ist Demut, die nichts weiter ist als die Einsicht, dass der Mensch zwar an der Spitze der Evolution steht, aber nur ein Experiment ist dieses evolutionären göttlichen Spiels. Die Großartigkeit des Menschseins erschließt sich andererseits nur in Anerkennung seiner Winzigkeit, anbetrachts der allmächtigen Intention, die uns auch von der Forschung immer deutlicher gemacht wird. Durch die Anerkennung seiner Winzigkeit – erreicht er Demut – wird zum Riesen, findet zu seiner wahren Bestimmung, das Grenzenlose zu erringen.

Eingebaute Lösung
So weit gebracht, hat uns die Kundalini-Kraft, die nichts anderes ist, als das eingebaute Verlangen des Endlichen zum Unendlichen – vom Materiellen zum Geistigen. Keine Lehrgänge, Studien oder Kurse können dies vemögen. Es ist ein Wachstums-Prozess der angestoßen wurde, ähnlich dem Pflanzen eines Setzlings.

Universalität
Die Öffentlichkeitsarbeit und Verbreitung von Sahaja Yoga muss dieser Universalität Rechnung tragen. Sie muss versuchen alle Dimensionen des Menschen und seiner Institutionen anzusprechen, sei es Kultur, Wirtschaft oder Politik, dabei aber nicht abzusinken auf machtpolitisches Denken und kommerzielles Marketing. Sahaja Yoga ist kostenlos aber nicht umsonst – bekommen heißt auch geben, wenn sich der Kreislauf schließen soll. Was gegeben werden sollte, ist den Anderen mitzunehmen.

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