Der Spiegel
Shri Mataji beschreibt das Atma als Reflektion des Höchsten (Paramatma). Zur Reflektion wird ein Spiegel benötigt. Die Anstrengungen der Kundalini gebühren insbesonders der Entwicklung des Bewußtseins seines Trägers. Die Beseitigung, Lösung von Blockaden und die Balancierung der Aspekte des feinstofflichen Systems, entspricht der Schaffung eines Spiegels, indem sich das Höchste reflektieren kann Der Spiegel bedarf einer ebenen glatten Fläche, entsprechend einem höheren Erkenntnis-Vermögen menschlichen Bewußtseins. Leblose Materie ist dazu nicht fähig. Die Art der Widerspiegelung wiederum ist abhängig von der Güte und Reinheit des Spiegels. Damit das Atma dauerhaft erstrahlt, muß der Spiegel laufend “geputzt“ werden.

Blockaden
Als offenes System werden wir unablässig von außen, sowie unseren eigenen individuellen Schwächen tangiert. Unser Spiegel wird matt. Unsere Chakren haben Blockaden, weil wir bewußt oder unbewußt gegen deren Grundprinzipien leben. Die Reflektion wird schwach oder verschwindet ganz. Die Kundalini hilft dabei – geduldig wieder und wieder – den Spiegel zu reinigen. Dies tut sie allerdings nur, solange wir ernsthaft genug sind in unserem Bestreben zu wachsen. Festzuhalten ist, daß die Kundalini sowohl Schöpfer des Spiegels ist, als auch die Instanz, die den Spiegel erhält und immer wieder geduldig putzt.

Unser Wunsch
Dies tut sie zeitlebens, solange unser Wunsch aufrichtig unserer Entwicklung gilt. Sinken wir wieder zurück in eine materialistische Grundhaltung, stellt sie ihre Unterstützung ein. Es ist ein Wachstumsprozess: Die erstmalige Aktivierung dieser Kraft ist Initialzündung, der jetzt eigenes Bemühen folgen muß – nicht in blinder Ritualistik – sondern dem Wunsch nach positiver Erfahrung und innerer Reifung. Dafür existiert eine Vielzahl frei verfügbarer Reinigungs-Übungen, Mantras, Gebete und Lieder, die auch im Internet gefunden werden können. Inbrunst und Kreativität spielen dabei die weit wichtigere Rolle, als mechanische Wiederholung.

Übung der Aufmerksamkeit
Trotzdem – Disziplin und Praxis sind wichtig, denn sie führen zu positiver Konditionierung. Wo liegen unsere Interessen, sind wir Spielball all der Verlockungen? Auf was richtet sich unsere Aufmerksamkeit? Springt sie umher wie ein wildgewordener Affe, oder ist sie fokussiert. Nur so kann sich Sicherheit in der Bewertung der eigenen Erfahrungen etablieren und spirituelles Wachstum stattfinden. Erst wenn das Gedanken-Karusell zum Stehen kommt – Stille einkehrt – kann sich das verborgene Licht des Atmas zeigen. Dies ist der wahre und einzige Grund, warum die Natur diesen neurologischen Modus der Meditation überhaupt schuf.

Nicht zweckfrei
Damit ist Meditation definiert als Gedankenfreiheit. Nicht Selbstzweck, ist sie unverzichtbares Vehikel der Höherentwicklung des Bewusstseins. Sowie Bewegung die Muskeln trainiert, trainiert Meditation sowohl unser „Bewusstes-Sein“ als auch den Fokus seiner Aufmerksamkeit. Wird das Höchste angestrebt, wird auch alles andere, das diesen Prozess beeinflusst, sich positiv entwickeln, wie Gesundheit, Schlaf, Konzentration, Gedächtnis, Familiäres, Beruf etc. Es ist kein neuer Trend oder Hype, sondern ein gesamtheitlicher, nachhaltiger Prozess, der unser Leben in eine neue Bahn lenkt.

Geistige Ökologie
Wahrheit erhält in diesem Kontext eine neue Definition: Alles ist wahr, was unsere Evolution fördert, falsch, was diese bremst oder blockiert. Es ist dabei gleichgültig ob es sich um Verhaltensformen/Trends, Literatur, Audio, Video, Spiele handelt. Hier schließt sich der Kreis. Wir vergiften unsere Umwelt nicht nur auf materieller Ebene, sondern ebenso auf spiritueller Ebene; die Verschlackung findet innerhalb und außerhalb statt. Nahrung wie auch geistige Kost, beide bedürfen der Verdauung und haben Auswirkungen. Schlechte Ernährung findet also nicht nur körperlich statt, sondern auch durch schleichende Vergiftung des Bewusstseins auf der Ebene des Feinstofflichen (dem Chakra-System). Die Idee der Ökologie entstammt der Ratio materieller Begrenztheit oder Endlichkeit (1972 Club of Rome Report: “Limits of Growth“), basierend auf Modell-Annahmen, Algorithmen und Vorhersagen, die mehr oder weniger der Realität entsprechen. Das dahinter stehende materialistische Wertesystem wurde jedoch nicht grundsätzlich angezweifelt. Philosophische, spirituelle Erkenntnisse haben kaum Eingang gefunden in Politik und Wirtschaft, dabei ist es geblieben, bis heute.

Theorie und Praxis
Ein Letztes: Alles läßt sich behaupten, meist penetranter, wenn es viel kostet. Bleiben Sie skeptisch, denn Papier – auch Bildschirm – sind geduldig, dies gilt auch für Sahaja Yoga. Immer angebracht ist die Urstrategie „Versuch und Irrtum“ (Trial and Error), was bedeutet, dass Theorie und Praxis sich in unserem Wachstum ständig wechselseitig bestätigen müssen. Blinder Glaube ist bequem, kann in der heutigen Zeit aber keine Option sein, Jahrhunderte hat er uns in die Irre geführt und Millionen Leben gekostet. Immer hilfreich ist es deshalb, um die Logik und großen Zusammenhänge zu wissen. In unseren Links, können sie zahlreiche weitere Vorteile und Begründungen zu echter Meditation nachlesen – auch aus der Forschung.

zurück

zurück zum Hauptmenue